Hoffnung ist eine langsam wachsende Pflanze. Man kann sie nicht zu jeder Zeit haben, sondern sie wächst aus vielen kleinen Erfahrungen. In unserer Kirchengemeinde findet sie ihren vielfältigen Ausdruck in der Musik: Konzerte mit Da Capo am Karfreitag, die Klänge des Posaunenchors am Ostermorgen auf dem Friedhof, die Aufführung des BrahmsRequiems durch die Kantorei im November. Besonders an den Gräbern unserer Verstorbenen trägt uns die Hoffnung auf ein unvergängliches Leben bei Gott. So ist es eine gute Entscheidung, dass es in Zukunft auch möglich ist, in unserer Liebfrauenkirche oder in der Hospitalkirche Trauerfeiern zu gestalten und dort Urne oder Sarg aufzustellen, wo der Klang der Orgel den Raum erfüllt.

Siehe dazu auch: Neue Möglichkeiten für Bestattungsgottesdienste in Frankenberg.
In der Gospelmusik hat die Hoffnung einen besonderen Platz. Viele Lieder besingen den Tag, an dem die Reise in das himmlische Zuhause angetreten wird. Sie wollen eine Brücke schlagen zwischen den Erfahrungen von Kummer und Leid in unserem irdischen Leben und der Hoffnung auf eine bessere Welt in der unmittelbaren Gegenwart Gottes. Die Lieder feiern diese Hoffnung und sind deshalb fröhliche Lieder, auch wenn sie sich mit Leid und Tod beschäftigen. Und was ist der Inhalt der Hoffnung? Gospels erzählen davon, dass wir durch Jesus bei Gott ein Zuhause haben. Ein Zuhause ist dort, wo ich in Liebe erwartet werde. Durch Jesus habe ich bei Gott in seiner Liebe ein ewiges Zuhause. Heute schon. Und das Zuhause bei Gott, das kann uns niemand nehmen, selbst der Tod nicht. Das werden wir nicht müde, auf den Friedhöfen und an den Gräbern zu predigen.

Jesus sagt: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen! (Johannes 14,1+2)

Gerade dann, wenn mich die Umstände von Leid und Tod sprachlos machen, brauche ich eine Hoffnung, die nicht von meiner Befindlichkeit und meinem Vorstellungsvermögen abhängt: Eine Hoffnung, die Gott mir schenkt. Hören Sie nicht auf zu suchen, bis Sie eine Hoffnung finden, die Sie fröhlich macht. Suchen Sie nach einer Hoffnung, die ansteckt, die uns das Leben immer wieder wagen lässt, die dem Sterben sein Recht zugesteht und ihm zugleich eine Grenze setzt. Seid fröhlich in Hoffnung – ich wünsche Ihnen, dass Ihre Hoffnung wächst, gerade in dieser Herbstzeit, die uns an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Horst Schiffner

Die nächsten Termine

Gottesdienst
Sonntag, 29. 10, 09:30
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