Liebe Leserinnen und Leser!

Stärke und Mut können wir gegenwärtig gut gebrauchen. Wir befinden uns mitten in einem Umbauprozess der Kirche. Mit unseren „klassischen“ Angeboten erreichen wir immer weniger Menschen. Kirche und Glauben werden zunehmend kritisch hinterfragt. Diese Entwicklung ruft bei vielen Engagierten Verzagtheit hervor, bei manchen auch Resignation. Ich finde das bedenklich. 

Vielleicht befassen wir uns zu viel mit Zahlen und dem Bedeutungsverlust der Kirche? Natürlich muss das sein, um verantwortlich Gemeindeleben zu gestalten. Aber es soll getragen sein von dem, was uns selbst trägt und stärkt! Wir haben eine gute Botschaft, die uns hoffen lässt und zum Leben hilft. Der Mensch gewordene Gott, der auferstandene Jesus Christus ist das Fundament, das uns trägt! Das soll durchscheinen in allen Herausforderungen des Lebens, längst nicht nur, wenn es um Veränderungen in der evangelischen Kirche geht. Diese Haltung finde ich in dem Lied 154:

Herr, mach uns stark im Mut, der
dich bekennt, dass unser Licht
vor allen Menschen brennt!
Lass uns dich schaun im ewigen
Advent! Halleluja, Halleluja!

Tief liegt des Todes Schatten auf
der Welt. Aber dein Glanz die
Finsternis erhellt. Dein Lebenshauch
bewegt das Totenfeld. Halleluja! Halleluja!

Welch ein Geheimnis wird an uns
geschehn! Leid und Geschrei und
Schmerz muss dann vergehn, wenn
wir von Angesicht dich werden sehn.
Halleluja! Halleluja!

Aber noch tragen wir der Erde Kleid.
Uns hält gefangen Irrtum, Schuld und Leid;
doch deine Treue hat uns schon befreit,
Halleluja, Halleluja!

Herr, mach uns stark im Mut, der
dich bekennt, dass unser Licht
vor allen Menschen brennt!
Lass uns dich schaun im ewigen
Advent! Halleluja, Halleluja!

Ich mag diese Verse, weil sie den Blick weiten und Mut machen. Ich mag diese Verse, weil sie uns die Wirklichkeit Gottes vor Augen führen. Es gibt mehr als das, was uns direkt vor Augen liegt: Das Reich Gottes, ewiges Leben, Frieden, Gerechtigkeit, die unverstellte Nähe Gottes. Eine gute Perspektive bestimmt unser Leben. Manchmal ist ein Schimmer davon hier und jetzt zu sehen, wo Menschen scheinbar am Ende sind und sich doch wieder neue Wege auftun. Manchmal ist ein Schimmer davon zu sehen, wenn Menschen gemeinsam Gottesdienst feiern und neuen Lebensmut finden. Manchmal ist ein Schimmer davon zu sehen, wenn junge Menschen Kirche für sich entdecken und ausprobieren, wie sie sich im Alltag Jesus Christus zum Vorbild nehmen können. Manchmal ist ein Schimmer davon zu sehen, wenn engagierte Christinnen und Christen mit anderen über drängende Fragen unserer Zeit nachdenken und gemeinsam versuchen, etwas im eigenen kleinen Umfeld zu verändern.

Im Licht der Wirklichkeit Gottes möchte ich mein Leben betrachten und auf SEINE Kraft in den kleinen und großen Herausforderungen im Leben setzen. Und dann möchte ich frohen Mutes und gelassen weiter gehen in dem Vertrauen: Wir sind viele, die in dieser Perspektive leben, und gemeinsam können wir Zeichen setzen!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Dekanin Petra Hegmann

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