Am Samstag, 18. November wird in der Liebfrauenkirche um 18.00 Uhr das Brahms-Requiem aufgeführt. Vorangestellt wird „O Gottes Stadt“ von Dietrich Buxtehude für Solosopran und kleines Orchester, sowie die Trauermusik von Paul Hindemith für Solobratsche und Streicher. Ein Requiem besteht normalerweise aus dem festgelegten Text der lateinischen Totenmesse. Es soll den Verstorbenen begleiten und ihm helfen, zur Erlösung zu gelangen. Ganz anders geht Johannes Brahms mit der Idee seines Requiems um.

Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Trost, sondern die Lebenden. Brahms, der die Bibel sehr gut kannte, hat die Texte für sein Requiem selbst zusammengestellt. Dabei wählte er Schriftstellen des Alten und Neuen Testamentes der Bibel sowie der Apokryphen, deren Aussagen von der Linderung des Leids der Trauernden bis zur Mahnung reichen, die Tatsache des Todes als Konsequenz in unser Leben einzulassen. „Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms deutsches Requiem zu stellen vermag“, so hymnisch urteilte der schwer zu begeisternde Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick über dieses einmalige Werk. Brahms hatte im Alter von 33 Jahren eines der bedeutendste Werke des 19. Jahrhunderts geschaffen.

Solisten sind Annemei Blessing-Leyhausen, Sopran und Jens Hamann, Bass.

Es singt die Kantorei der Elisabethkirche und die Kurrende des Marburger Kinderchores zusammen mit der Kantorei der Liebfrauenkirche Frankenberg.

Den Orchesterpart übernimmt Solamente Naturali auf historischen Instrumenten.

Die Leitung haben Nils Kuppe und Nils-Ole Krafft.

Informationen zu Kartenpreisen und Vorverkauf auf: www.musik-an-der-liebfrauenkirche.de

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