Leiden, von dem kaum einer spricht: Die Deportation der Russland-Deutschen im Herbst 1941, die Trudarmee und die Kommandatur

Das Jahr 1941 war ein Schicksalsjahr für die Deutschen in der Sowjetunion: im Juni griff die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion an und löste damit massenhaftes Sterben unter Opfern und Tätern aus.

Die Reaktion der sowjetische Regierung ließ nicht lange auf sich warten: am 28. August 1941 beschloss der Oberste Sowjet die Umsiedlung der 1,2 Millionen Russland-Deutschen in die asiatischen Gebiete der UDSSR. Er unterstellte, alle in der Sowjetunion lebenden Deutschen seien Spione für den Feind. Um Verbrüderungen zu unterbinden, seien sie umgehend hinter den Ural zu deportieren. Es blieb kaum Zeit für den Aufbruch. Nur mit Handgepäck, getrennt von den Männern, wurden die Familien mit Güterzügen nach Osten verfrachtet. Teilweise dauerte die Fahrt wochenlang. Mehr als hunderttausend Menschen haben diese Transporte nach Sibirien oder Kasachstan oder Zentralasien aufgrund völlig unzureichender Versorgung und fehlender medizinischer Betreuung nicht überlebt. Dort angekommen, musste man selbst sehen, wie man überlebte. Eine zentral organisierte Versorgung gab es auch in den Zielgebieten nicht.

Dazu kam: Eine große Zahl von Männern wurde zur Zwangsarbeit in die Lager der sogenannten `Trudarmee´ abkommandiert, militärisch geführte Konzentrationslager mit verschärftem Arbeitsregime. Ab 1942 wurden auch Frauen eingezogen. 

Im Gottesdienst am diesjährigen Volkstrauertag in der Liebfrauenkirche soll an dieses Leiden der russland-deutschen Familien gedacht werden.

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