Die Stille bewusst erleben

MItten im Alltag des Lebens innehalten, zur Ruhe kommen, sich auf Gott besinnen, „um in der Gemeinschaft mit anderen Christen Freude an unserem Glauben einzuatmen“ – das wollen seit zehn Jahren die allmonatlichen Taizé-Gebete in der Annen-Kapelle der Liebfrauenkirche. Am vergangenem Sonntag feierten evangelische und katholische Christen dieses Jubiläum gemeinsam in einem großen, ökumenischen Gottesdienst in der von vielen Kerzen erleuchteten Frankenberger Hospitalkirche.
Der Schein ihrer Lichter, farbige Tücher und Bilder schmückten den fast bis auf den letzten Platz besetzten Kirchenraum, als Pfarrer Christoph Holland-Letz die Besucher dieses Jubiläums- Gottesdienstes begrüßte.

Seit Januar 2008 lädt die Evangelische Kirchengemeinde einmal im Monat zum gemeinsamen Singen, Beten.
Vorbereitet und durchgeführt wird das Taize-Gebet dabei von einer kleinen Gruppe, zu der Sabine Lutter, Elke Mitze, Ute Spallek-Edelbluth, Ulrike Wiechert und Pfarrer Christoph Holland-Letz gehö- ren. Viele Jahre gehörte auch Tanja Heimermann zu diesem Kreis, aufgrund anderer Verpflichtungen musste sie ihre Mitarbeit allerdings vor gut zwei Jahren aufgeben. Dank des Engagements dieses Kreises wurde das Taizé-Gebet zu einer festen gemeinsamen Einrichtung und Begegnungsform im Leben der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Frankenberg.
Im Festgottesdienst am letzten Sonntag nach Epiphanias, an dem der Weihnachtsfestkreis endet, sollte ein letztes Mal Weihnachten und seine Botschaft anklingen, meinte Pfarrer Holland-Letz in seiner Begrüßung. Gottes Glanz zeige sich in dem kleinen Kind und der Armut der Krippe. Es gelte, das Großartige im Unscheinbaren, Gott in unseren Grenzen und unserem menschlichen Maß zu entdecken, so der Geistliche.
Als Termin für den JubiläumsGottesdienst war bewusst der letzte Sonntag nach Epiphanias gewählt worden. „Da klingt Weihnachten nach, und wir wollen uns noch einmal auf dessen Auswirkungen für unser Leben besinnen“, meinte Holland-Letz in seiner Begrüßung. Gottes Glanz zeige sich in dem kleinen Kind und der Armut der Krippe. Es gelte, das Großartige im Unscheinbaren, Gott in unseren Grenzen und unserem menschlichen Maß zu entdecken, so der Geistliche.
Auf vielfältige Weise dienten dazu auch Lieder, Psalmlesungen, Predigt, Gebete und ein Meditationstext von Johannes Hansen. Sieben Minuten, in denen die Lampen ausgeschaltet waren und nur die Kerzen brannten, erlebte die Gemeinde bewusst als Stille mit Blick auf Altar und Kreuz. Eine musikalisch besonders schöne Ausdrucksform fand aber das mehrstimmig Singen der aus der französischen Taizé-Brüderschaft überlieferten Lieder: Für den Jubiläumsgottesdienst hatte sich ein Projektchor gebildet, der mit Bezirkskantor Nils-Ole Krafft die Gesänge eingeübt hatte und nun gemeinsam mit der Gemeinde, an der Orgel begleitet von Kantorin Beate Kötter, erklingen ließ.
Die Kollekte des Taizé-Gottesdienstes war für die Renovierung des Kirchturms der Liebfrauenkirche bestimmt.

Karl-Hermann Völker

Die nächsten Termine

Gottesdienst
Mittwoch, 24. 10, 16:45
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Sonntag, 28. 10, 09:30
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Sonntag, 28. 10, 09:30
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Sonntag, 28. 10, 10:30

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