Evangelische und katholische Kirchengemeinde feiern gemeinsam Weltgebetstag

„Informiert beten“ und „betend handeln“ Unter diesem Motto stand wie immer auch der diesjährige internationale Weltgebetstag, der am 2. März durch die Zeitzonen unserer Erde wanderte. Im Frankenberger Land fanden fast gleichzeitig dreißig solcher Gottesdienste statt.
Im katholischen Gemeindezentrum begrüßten Monika Bendel und Eva Jerrentrup die Besucher und eröffneten den Gottesdienst mit dem Gebet „Herr, segne alle, die jetzt rund um die Welt mit uns beten.“
Frauen aus Surinam, einem kleinen Land im Nordwesten von Südamerika, an den Küsten des Pazifik, hatten die Gebetsordnung vorbereitet und berichten dabei von den Sorgen und Nöten ihrer Heimat.

Siglinde Bastet zeigte anschaulich mit bunten Bildern die Schönheit und Vielfalt der einheimischen Natur, aber auch die Folgen der Kolonialherrschaft, und des heutigen Abbaus der Bauxitvorkommen durch das Abholzen der Wälder und die Vergiftung des Wassers.
Aber es blieb nicht bei solchen geopolitischen Informationen, sondern sieben Frankenberger Frauen stellten mit Bildern und Texten („Ich spreche für…“) ganz konkret sieben Frauen aus Surinam vor. An ihren Schicksalen, Traditionen und Problemen wurde sichtbar, dass in der wechselhaften Geschichte Surinams viele verschiedene Ethnien aus vier Kontinenten zusammengewürfelt wurden. Sie bezeichnen sich heute selbst als „Moksi“, als Mischmasch verschiedener Kulturen, leben aber dennoch harmonisch zusammen.
Das Motto des diesjährigen Weltgebetstages „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ zog sich durch sämtliche Teile der Liturgie. Die Frankenberger Frauengruppe nutzte das gemeinsame Nachdenken über Naturschönheit und Umweltprobleme in Surinam dazu, an alle auch im eigenen Land zu appellieren: „Lasst uns gemeinsam in unserem Alltag konkrete Wege gehen, um die Schöpfung zu bewahren. Lasst uns unsere Regierungen, Kirchen und Familien in die Pflicht nehmen, die Erde für zukünftige Generationen zu schützen.“
Lieder mit modernen Texten, am Klavier begleitet von Kantorin Beate Kötter, antworteten auf die liturgischen Texte.
Die Kollekte wurde für Hilfsprojekte für Frauen und Mädchen in aller Welt eingesammelt.
Nach dem trotz Schnee und beißender Kälte gut besuchten Gottesdienst konnten Lebendigkeit, da feiern wir sie.“ In der ausgewählten Liedaussage, die anschließend gemeinsam in meditativem Tanz ausgedrückt wurde, sah die Theologin „Übergänge, Brückenschläge und eine Sehnsuchtsbewegung zu dieser unverlierbaren Lebendigkeit“. Sie ermutigte die Frauen, im Singen und Bewegen auf dieser Brücke zu gehen.
Gemeinsam entwickelten die Teilnehmerinnen zur Musik eine eigene Choreografie für ein „Kyrie“, drückten dabei Suche und Mitgefühl aus. Dann erprobten sie ganz individuelle Formen des freien Tanzens unter der Fragestellung, wie sich die „Sehnsucht nach Lebendigkeit“ in den Tanz nehmen lässt, um sich auch dann kraftvoll zu fühlen, wenn schwierige Situationen einem die Kraft zu nehmen drohen, wie Pfarrerin Wöllenstein beschrieb.
Nach gemeinsamem Gebet und Segen tauschten die Teilnehmerinnen des meditativen Tanzabends ihre dabei gemachten, teilweise ganz neuen Erfahrungen in der Vierung der Liebfrauenkirche bei Tee und Gebäck aus.

Die nächsten Termine

So Nov 24 @09:30 -
Ewigkeitssonntag
So Nov 24 @10:30 -
Ewigkeitssonntag
So Nov 24 @15:00 -
Ewigkeitssonntag
Mi Nov 27 @16:45 -
Gottesdienst
So Dez 01 @09:30 -
1. Advent
So Dez 01 @09:30 -
1. Advent
So Dez 01 @10:30 -
1. Advent
So Dez 01 @11:00 -
1. Advent

Kontakt

Gemeindebüro 
Auf der Burg 2
35066 Frankenberg
Tel 06451/2300662
(Mo-Fr von 8-12 Uhr
Do 8-11:30Uhr)