Mit den Frauen aus Simbabwe haben weltweit Christen am ersten Freitag im März für Frieden, Versöhnung und Liebe gebetet. So auch in Frankenberg, wo das Weltgebetstags-Team in ökumenischer Tradition zum Gottesdienst in das kath. Pfarrheim eingeladen hatte. Die zahlreichen Besucher fühlten sich in dem mit afrikanischen Stoffen und Gegenständen ansprechend dekorierten Pfarrsaal ein wenig nach Simbabwe versetzt. Kantorin Beate Kötter lud vor Beginn des Gottesdienstes zum Einsingen der neuen Lieder ein, die mit Klavier und afrikanischen Trommelklängen begleitet wurden.

Den Gottesdienst zum Weltgebetstag haben Frauen aus Simbabwe auf der Grundlage der Geschichte von der Heilung des Kranken durch Jesus am Teich Betesda vor den Toren Jerusalems (Joh.5,2-9) mit dem zentralen Aufruf: „Steh auf nimm deine Matte und geh!“ erarbeitet. Anhand von drei Briefen aus Simbabwe erfuhren die BesucherInnen von Unterdrückung, Gewalt und Not, aber auch von dem Mut und der Hoffnung der simbabwischen Frauen. Von dieser Hoffnung waren auch die Lieder getragen wie z.B. in dem Refrain: „Gemeinsam glauben und beten lässt Afrikas Zukunft blühn“. Simbabwe soll gesegnet sein, Land und Menschen in Gottes Hand.“ Den Gottesdienst begleitend wurden Texte, Lieder sowie eine Länderpräsentation auf eine Leinwand projiziert. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass dieses total überschuldete Land im Süden Afrikas von Misswirtschaft, Korruption und Ausbeutung beherrscht wird. Das zu Kolonialzeiten (Unabhängigkeit in 1980!) „Rhodesien“ genannte Land ist so groß wie Deutschland und Belgien zusammen. Simbabwe verfügt über reiche Rohstoffvorkommen, wovon jedoch nur die führende Oberschicht und ausländische Investoren profitieren. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist sehr arm, was besonders Frauen und Kinder betrifft, denen zudem eine gesundheitliche Grundversorgung fehlt. Aus dieser Situation heraus drängen die Frauen aus Simbabwe jetzt auf Veränderung und bitten um den Mut, diese auch durchsetzen zu können. Ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung setzten die GottesdienstbesucherInnen mit ihrer Spende, die direkt an die gemeinnützige Organisation „Envision Zimbabwe Women’s Trust“ geht. Der Gottesdienst endete mit einem Segenszuspruch.
Anschließend saßen die BesucherInnen noch im regen Gesprächsaustausch zusammen. An liebevoll dekorierten Tischen ließen sie sich leckere Spezialitäten aus Simbabwe schmecken.

Die Rezepte dazu konnten die BesucherInnen in Form einer kleinen Broschüre mit nach Hause nehmen.

Es war wieder einmal ein eindrucksvoller Weltgebetstagsabend, der uns die Lebenswelt der Frauen in Simbwa näher gebracht hat.

Die nächsten Termine

Mi Okt 28 @18:30 -
Taizé-Gebet
Sa Okt 31 @17:00 -
Reformationstag
So Nov 01 @09:30 -
Gottesdienst
So Nov 01 @10:30 -
Gottesdienst
So Nov 01 @11:00 -
Gottesdienst
Sa Nov 07 @11:00 -
47. Frankenberger Orgelmatinee
Sa Nov 07 @18:00 -
Wochenschlussandacht
So Nov 08 @10:30 -
Gottesdienst

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35066 Frankenberg
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