Eine Schubkarre am Altar

Ein höchst erstaunlicher Anblick erwartete die Besucher in der Liebfrauenkirche. Eine Schubkarre mit Schippe und Mörtel stand neben dem Altar und vor der Kanzel türmten sich symbolische Bausteine. Der Festgottesdienst zum diesjährigen Sommerfest des Altenzentrums Auf der Burg mit seinem Motto „Wir bauen um“ stimmte schon darauf ein, dass in den nächsten Tagen mit dem Aufstellen der Gerüste die zweijährige Renovierungsphase der Einrichtung für 3,2 Millionen Euro beginnt.

„Dies ist eine Herausforderung für Bewohner und Mitarbeiter, denn der Betrieb muss weiter gehen“, meinte Dekanin Petra Hegmann, als sie den Festtag des Altenzentrums eröffnete. Das Haus sei in die Jahre gekommen und müsse neuen Anforderungen mit guter Pflege in ansprechenden und funktionalen Zimmern gerecht werden. „Wir möchten Räume schaffen, in denen Menschen sich entfalten und Herzlichkeit spüren können“, sagte die Dekanin. Als christliche Einrichtung wolle das Seniorenzentrum „die Zuwendung, die Gott uns Menschen gibt, widerspiegeln“.

In ihrer Predigt ging Dekanin Hegmann, die auch Vorsitzende der Stiftung Hospital St. Elisabeth ist, auf die grundsätzliche Frage „Wie Gott unser Leben umbaut“ ein. Auf die großen „Bausteine“ vor der Kanzel wurden Forderungen wie „Lebensfreude“, „Selbstbestimmung“ oder „Gemeinschafft finden“ aufgeklebt. Die Theologin zeichnete das Bild eines „menschenfreundlichen Gottes, der uns Kraft gibt für die Herausforderungen des Lebens“. Musikalisch bereichert wurde der Festgottesdienst mit Chorsätzen der Kantorei unter Leitung von Bezirkskantor Nils-Ole Krafft , der auch die Orgel spielte.

Nach dem Gottesdienst waren die Besucher zum Essen im Altenzentrum eingeladen. Viele nutzten das Angebot und ließen sich die vielsei gen Speisen schmecken. Der Speisesaal war von den Mitarbeiterinnen liebevoll eingedeckt und wurde bis auf den letzten Platz besetzt. Weitere Gäste fanden im Freien ein Plätzchen, wo auch Leckeres vom Grill angeboten wurde.

Die Bläser des Posaunenchors mit Kantorin Beate Kötter gaben im Garten ein Konzert mit vielen Volksliedern, während Hausbewohner und Gäste sich das Mittagessen schmecken ließen.
Die Besucher wurden von Geschäftsführer Volker Czerwinski und Dekanin Hegmann willkommen geheißen, bevor wenig später Pflegedienstleiterin Susanne Sakowski anhand der Bauzeichnungen das Umbauprojekt des Altenzentrums erläuterte.
Zum fröhlichen Programm des Sommerfestes gehörten Auftritte des Haus-Singkreises mit Luise Bittner und Musik von Erwin Becker (Akkordeon). Im „Sinnesgarten“ lud ein Basar dazu ein, selbst hergestellte Köstlichkeiten und Handarbeiten zu erwerben. Bei dem schönen Sommerwetter genossen vieledie warme Sonne und die Musik.

Im Saal ehrte Geschäftsführer Volker Czerwinski Mitarbeiterinnen für 10-, 20- und 30-jährigen Dienst in der Pflegeeinrichtung.
Gäste und Heimbewohner freuten sich aufs Kaffeetrinken, wozu ein Buffet mit riesiger Auswahl an köstlichen Torten und Obstkuchen aufgebaut war. Wer dann noch nicht satt war, konnte sich später noch am Grill versorgen.
Ein ganz großes Lob und ein herzlicher Dank gebührt dem Küchenteam, das alles vor- und zubereitet hatte, und ebenso allen Helferinnen und Helfern, die den Ansturm gelassen und immer freundlich meisterten. 

Die nächsten Termine

Frankenberger Orgelmatinée
Samstag, 03. 06, 11:00
Pfingstsonntag
Sonntag, 04. 06, 09:30
Pfingstsonntag
Sonntag, 04. 06, 10:00
Ökumenischer Gottesdienst
Montag, 05. 06, 09:00

Kontakt

Gemeindebüro 
Auf der Burg 2
35066 Frankenberg
Tel 06451/2300662
(Mo-Fr von 8-12 Uhr
Do 8-11:30Uhr)