Liebe Jugendliche! Habt Ihr schon mal ein Foto mit euren Augen gemacht? - Auf diese Idee hat mich die Sängerin Nadine Fingerhut aus Vöhl mit ihrem neuen Song „Mit meinen Augen“ gebracht.
In diesem Song erzählt sie von einem herrlichen Tag, den sie zusammen mit einem Herzmenschen erlebt, und den sie am liebsten festhalten würde. Aber sie merkt: Das alles hier ist viel zu wunderbar, um es mit dem Handy zu fotografieren und anschließend auf Instagram zu posten.
Das kann man nur mit den Augen einfangen und anschließend im Herzen speichern. Aber dort hat man es dann für den Rest seines Lebens und trägt es immer bei sich.

Ein Foto mit den Augen schießen - ich kann mir gut vorstellen, dass Jesus diese Idee auch gefallen hätte. Im Neuen Testament wird nämlich erzählt, dass er seine Umgebung immer sehr intensiv wahrgenommen hat. Und dann sind ihm dazu wichtige Gedanken gekommen.
Zum Beispiel hat er einmal zu seinen Jüngern gesagt: „Seht die Vögel am Himmel. Sie säen nicht und ernten nicht und doch sorgt Gott für sie. Wie viel mehr wird er für euch sorgen.“
Ein anderes Mal hat er einen Senfstrauch entdeckt und seinen Jüngern dazu erklärt: „Ein Senfstrauch fängt ganz klein an. Mit einem winzigen Korn. Aber irgendwann wächst daraus ein großer Baum. Genauso ist es mit dem Reich Gottes. Es fängt klein an. Aber es wächst und wird immer größer, zum Beispiel da, wo Menschen einander mit Liebe begegnen.“
Noch intensiver als die Natur hat Jesus die Menschen um sich herum betrachtet. So hat er zum Beispiel sofort gesehen, dass der Zöllner Zachäus dringend seine Hilfe benötigt und hat ihn darum zu Hause besucht. Auch wenn alle anderen darüber nur mit dem Kopf schütteln konnten.
Ich frage mich, ob Jesus, wenn es in seiner Zeit schon Handys gegeben hätte, auch hin und wieder ein Foto gemacht und es vielleicht sogar in einem sozialen Netzwerk gepostet hätte. Vorstellen könnte ich es mir. So viel Offenheit traue ich ihm zu. Aber vielleicht hätte er seine Jünger immer wieder aufgefordert, gut zu unterscheiden zwischen Motiven, die für ein Foto geeignet sind und Momenten, die man einfach nur im Herzen bewahren kann.
Und bestimmt hätte er gesagt: „Habt Acht, dass euch durch die kleinen Bildschirme nicht so viel entgehet von dem, was rechts und links daneben passiert.“
„Ich mach ein Foto mit meinen Augen“ - mir gefällt die Idee.
Und seitdem mir das Lied begegnet ist, habe ich schon ganz viele Fotos mit meinen Augen gemacht.
Von dem Regenbogen, den ich beim Spazierengehen gesehen habe. 
Von dem gemütlichen Netflix-Abend mit meiner Nichte.
Und von dem strahlenden Gesicht einer Freundin an ihrem Geburtstag.
Probiert es doch auch mal aus. Und wenn Ihr mögt, führt Euch der folgende Link direkt zum Lied von Nadine Fingerhut.

Viele liebe Grüße
Eure Pfarrerin Emilie Berreth

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Mi Dez 01 @18:30 -
Adventsandacht
So Dez 05 @10:30 -
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Mi Dez 08 @18:30 -
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So Dez 12 @09:30 -
Gottesdienst
So Dez 12 @09:30 -
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